Dicht, vielschichtig und voller visueller Spannung führt GREGOR KUNZ in „Nimm den Zettel aus dem Mund“ unterschiedliche Bildrealitäten zu einer eindringlichen Fotomontage zusammen. Die Arbeit entstand 2018 und gehört zum Bilderzyklus „Brot & Spiele“. Mit einem Format von 70 cm x 50 cm entfaltet das Werk eine große erzählerische und atmosphärische Präsenz.
Die Komposition zeigt eine überlagerte Szenerie aus Bewegung, Stadt, Figur, Vogelschwarm und fragmentierten Bildschichten. Im unteren Bildbereich scheint eine menschliche Figur in dramatischer Bewegung durch den Raum zu stürzen oder gezogen zu werden. Darüber verdichtet sich ein Schwarm schwarzer Vögel, der den Himmel, die Architektur und die Bildfläche in Unruhe versetzt.
Der Titel „Nimm den Zettel aus dem Mund“ wirkt wie ein rätselhafter Zuruf, eine Aufforderung oder ein Satz aus einer größeren, verborgenen Geschichte. In Verbindung mit dem Zyklus „Brot & Spiele“ öffnet sich ein Deutungsraum zwischen Öffentlichkeit, Spektakel, Ablenkung, Kontrolle und menschlicher Ausgesetztheit. GREGOR KUNZ arbeitet hier nicht illustrativ, sondern mit Brüchen, Überblendungen und bildnerischen Reibungen.










