Zwischen Allegorie, Vanitas-Anklang und fein ausgearbeiteter Radierkunst entfaltet „Sachsen“ von CHRIS LÖHMANN eine dichte, vielschichtige Bildwelt. Das signierte und nummerierte Blatt entstand 2024, hat das Format 16,5 cm x 24 cm und ist Druck #5 einer Auflage von 16 Exemplaren. Schon der Titel gibt der Darstellung einen geografischen und kulturellen Resonanzraum.
Im Zentrum steht eine weibliche Aktfigur, die frontal erscheint und von üppigen Blüten umgeben ist. Ihr Körper wirkt ruhig und fast statuarisch, während die dunklen Partien im Hintergrund eine geheimnisvolle Tiefe erzeugen. Am unteren Bildrand erscheint ein Wappenschild, der den Bezug zu „Sachsen“ sichtbar macht und die Figur in eine allegorische Ebene überführt.
Besonders spannend ist das Verhältnis von Schönheit, Körperlichkeit und Zeichenhaftigkeit. Die Blüten können als Sinnbild für Wachstum, Vergänglichkeit oder festliche Fülle gelesen werden, während der dunkle Grund eine ernste, fast traumartige Stimmung entstehen lässt. CHRIS LÖHMANN verbindet dabei keine einfache Heimatdarstellung mit dem Titel, sondern entwickelt eine irritierende, symbolisch aufgeladene Komposition.









