25. September - 7. November

Meine Malerei beginnt im Zwiegespräch mit der Natur – dort, wo sich das Motiv zur reinen Farbe erhebt. Die Quelle dafür ist der vertraute Garten, ein Ort, den ich seit Jahrzehnten verinnerlicht habe. In meinen Bildern spiegelt sich der Rhythmus der Jahreszeiten in all seinen Facetten. Es ist das Aufleuchten der ersten Schneeglöckchen im Vorfrühling, die Fülle der Hortensien im Spätsommer und es sind die geschwungenen Wege, die durch den Garten führen.
Die Ausstellung schließt einen Kreis. Neben Ölbildern, Aquarellen und Pastellen zeige ich einige Holzschnitte aus meinem HfBK-Diplom – dem im Handsatz gesetzten Künstlerbuch „Der verwunschene Garten“. Was einst in der klaren Form des Holzschnitts begann, mündet in der freien Malerei. Am Ende geht es mir um die reine Poesie des Bildes.
Cornelia Schuster-Kaiser
Information
CORNELIA SCHUSTER-KAISER
„Im Reich der Flora“ – Gartenstücke & Stillleben
Malerei und Grafik
Eröffnung: 24. 9.2026, 19:30 Uhr
Ausstellungsdauer: 25.9 – 7.11.2026
(geschlossen am 3.10/31.10.)
Sonderveranstaltung
- 24.10., um 17 Uhr – eine Lesung mit der Schauspielerin Hannelore Koch.
Im Kabinett
KARIN HEYNE
„Herzblut“
Ein Leben für die Kunst
„Herzblut“ nennt KARIN HEYNE ihre Ausstellung im Kabinett der Galerie MITTE. Ihr Leben gilt der Kunst, sich ein Bild von der Welt und dem Beziehungsgehäkel zwischen den Menschen zu machen, was nicht ohne Blessuren abläuft. Das musste sie erfahren.
1951 in Makranstädt bei Leipzig geboren, verlebte sie ihre Kindheit in Leipzig. Sie sagte: „Ich bin auf die Welt gekommen, um zu gestalten, Dinge zu verwandeln.“ Nach dem Fachabitur wurde sie in Dresden an der HfBK immatrikuliert. Sie war fasziniert von der malerischen Enklave in Elbflorenz. Das Diplom absolvierte sie 1975 bei Prof. Jutta Damme.
Nach dem Studium, wollte sie keine Blumen malen, wie sie schmunzelnd bekannte, sondern bewarb sich 1977 als Künstlerin an der Erdgastrasse in der Sowjetunion. Sie arbeitete kräftezehrend ein Jahr lang 6 Tage in der Woche, jeweils 11 Stunden, als Glas- und Gebäudereinigerin. Dort lernte sie es, in einem Labor, Fotografien zu entwickeln, machte zahlreiche schwarz-weiß-Aufnahmen und zeichnete 14 Pastelle, die später im Krankenhaus Friedrichstadt ausgestellt wurden und mit der politischen Wende verschollen sind. Und die Welt war für sie nicht mehr so friedlich wie bisher und so begann sie im Atelier zu experimentieren, zeichnete mit Plakatfarben, linear, schnitt auseinander, malte auf Folien und entdeckte für sich Ende der 1980er Jahre den linearen Linolschnitt. Sie druckte die Platten übereinander, wischte Linien aus, spielte mit Überlagerungen und Farben. Von Sylvia Tietze erlernte sie die Technik des Siebdrucks. Der Siebdruck wurde zu ihrem Ausdrucksmittel.
Als ihr Sohn zehn Jahre alt war fiel ihr Blick auf das Geschirr für den Abwasch. Sie zeichnete und entdeckte interessante Formen mit den Häufungen der Tassen und Teller. Das Zeichnen dauerte ihr zu lange. Sie begann zu fotografieren und später rasterte sie diese Fotografien auf das Format A3.
Diese Teile wurden gedoppelt gegenübergestellt und farbig im Siebdruckverfahren, in 12 Druckgängen, gedruckt, immer jeweils ein Viertel. Man gewinnt den Eindruck eines Kaleidoskops. Es war dann nicht mehr nur der Abwasch, der fotografiert wurde, sondern auch ein verlassener Tisch mit Resten vom Essen.
1989 wurde KARIN HEYNE Gründungsmitglied der Dresdner Sezession 89, der ersten Vereinigung frei künstlerisch tätiger Frauen in Sachsen.
Sigrun Hellmich schrieb 1992: „Suchen und Verändern bleiben … die stetigen Triebkräfte der unruhigen künstlerischen Phasen von KARIN HEYNE.“
Seit 1993 leitete KARIN HEYNE Sommerworkshops in Steinbach bei Moritzburg zum Bau von Lehmöfen, die geeignet waren zum Brennen von Keramik und zum Backen von Brot.
Es ergab sich, in weiterer Kooperation mit dem Schamottewerk in Radeburg, seit 2012 die Möglichkeit, einmal jährlich, zumeist im September, für zehn Tage vor Ort in einer Lagerhalle, sich gemeinsam anregend, mit dem Industriewerkstoff experimentell auseinanderzusetzen.
1994 gründete sie in ihrer Wohnung auf der Robert-Blum-Straße den Verein „Kreative Werkstatt“, der 1995 nach Pieschen in den Galvanohof zog und bis jetzt dort beheimatet ist. KARIN HEYNE hatte über 30 Jahre die Fäden in der Hand, organisierte Ausstellungen, Projekte außerhalb und leitete Kurse, bis jetzt noch den Keramikkurs.
Zu sehen sind in der Ausstellung grafische Arbeiten und plastische Objekte.
Karin Weber
Weitere aktuelle und kommende Kunstausstellungen der Galerie MITTE Dresden finden Sie auf unserer Terminseite.


