Der Papierschnitt „Zweiäuglein und ein Tag“ der Künstlerin CHRISTIANE LATENDORF entstand im Jahr 2004. Die signierte Arbeit besitzt ein Blattformat von 15 cm x 21 cm.
Die schwarz-weiße Komposition zeigt ein seitlich wiedergegebenes Gesicht, das mit klaren Schnittformen und starken Hell-Dunkel-Kontrasten aufgebaut ist. Die Figur füllt den Bildraum nahezu vollständig aus und wirkt zugleich ruhig, konzentriert und geheimnisvoll. Besonders markant sind die angedeuteten Augenformen, die das Profil durchbrechen und dem Gesicht eine mehrdeutige, fast maskenhafte Präsenz verleihen.
Der Titel „Zweiäuglein und ein Tag“ öffnet einen poetischen Deutungsraum. Er verweist auf Wahrnehmung, Zeit, Erinnerung und vielleicht auch auf einen märchenhaften oder inneren Blick. CHRISTIANE LATENDORF übersetzt diese Themen nicht erzählerisch-ausführlich, sondern in eine reduzierte grafische Form, bei der jede Linie und jede ausgeschnittene Fläche Bedeutung trägt.










