10. April - 16. Mai

Die Ausstellung thematisiert die Erfahrung des Prozesses von Absterben und Neubeginn. In der Natur ist dies ein normales, ewiges Geschehen, das nichts Beängstigendes hat, sondern die beständige Erneuerung des Lebens sichert. Der fortwährende Wandel ist Kennzeichen von Lebendigkeit. Doch im Blick auf gesellschaftliche Prozesse ängstigt uns solches Geschehen. Warum? Alte Strukturen, die nicht mehr tragen, nicht mehr zeitgemäß sind, brechen auf, ja müssen aufbrechen, um Neuem Platz zu machen. Was ist das Neue? Haben wir Vertrauen in das Neue?
Beide Künstler zeigen in ihren Arbeiten Gebrochenes, Aufbrechendes, sich Öffnendes und was darin an Neuem keimhaft sichtbar wird:
ANNE KERN (Jg. 1981) in großformatigen, abstrahierenden Zeichnungen und Gemälden, die zumeist in der Natur ihrer unmittelbaren Umgebung, der Sächsischen Schweiz, entstehen.
REINHARD PONTIUS (Jg. 1965) in Skulpturen aus Stein und Holz, die abstrakt organisch, sich manchmal zu figürlichen Anklängen entwickeln.
Information
ANNE KERN & REINHARD PONTIUS „Brüche und Keime“
Verwandlungen in Farbe, Holz und Stein
Bilder & Skulpturen
Eröffnung: Donnerstag, 9. April, um 19.30 Uhr
Dauer: 10.4. – 16.5.2026
(geschlossen am 1.5 und am 14.5.)
Im Kabinett
SABINE JUST – „Was wäre wenn …?“
Ja, was wäre denn, wenn Nofrete eigentlich ein Erzgebirgsengel wäre? Im fertiggestellten Bild kann man diese Projektion erkennen. Oder, wenn sich der Mond zwar im Wasser spiegelt, aber am Himmel gar nicht zu sehen ist? Wie soll das gehen? Es ist unsere Vorstellungskraft, die uns zumindest in Bildern, zu solchen Phantasiewelten inspiriert. Oder könnte es sein, dass des Nachts die Plastiken im Atelier lebendig werden und eigene Kunstbetrachtungen durchführen? SABINE JUST nähert sich diesen Szenarien spielerisch und vor allem mit Malerei. Die Betrachter sollten jedenfalls den „Faden“ aufnehmen und auch ein wenig fabulieren, träumen, phantasieren und auch weiterspinnen.
Sabine Just
RÜDIGER DOBLIN – „Macht und Schutz“
Figuren zwischen Herrschaft und Fürsorge
Erkennen Sie sich selbst oder einen ihrer Mitmenschen in diesen Figuren wieder? Oder denken Sie, dass ihr Umfeld Sie so sieht – mal als einen fürsorglichen, beschützenden Engel, mal als einen allein herrschenden König oder als einen Menschen, der die Balance dazwischen beherrscht? Und manchmal ist jemand einfach nur „ganz goldig“. Haben Sie Spaß am Deuten der einzelnen Charaktere!
Rüdiger Doblin




