Warm, organisch und zugleich klar rhythmisiert zeigt diese Kette von MARIANNE SCHIEDMANN (1944–2019), wie aus einfachem Material ein ausdrucksstarkes Schmuckobjekt entstehen kann. Die Schmuckgestalterin fertigte die Arbeit aus Kupferdraht; die Kette hat eine Länge von 50 cm. Durch die wiederkehrenden kugelartigen Elemente entsteht ein ruhiger, harmonischer Aufbau.
Die einzelnen Schmuckelemente bestehen aus fein verschlungenem Kupferdraht, der zu offenen, luftigen Kugelformen verdichtet wurde. Jede dieser Formen wirkt zugleich leicht und körperhaft, fragil und stabil. Das warme Orangebraun des Kupfers verleiht der Kette eine lebendige, natürliche Ausstrahlung und hebt sich besonders wirkungsvoll von dunklem Untergrund ab.
Der Reiz der Arbeit liegt im Zusammenspiel von Material, Struktur und Wiederholung. Der Kupferdraht bleibt als Linie sichtbar, wird aber zugleich zu Volumen, Oberfläche und Ornament. So entsteht ein Schmuckstück, das nicht glatt oder industriell wirkt, sondern die handwerkliche Bewegung, das Drehen, Formen und Verdichten des Materials deutlich erkennen lässt.










