Auf der glasierten Oberfläche seines bemalten „Henkelkrugs“ verbindet WIELAND RICHTER Gefäßform, Zeichnung und malerische Spur zu einem eigenständigen keramischen Objekt. Der signierte Krug hat eine Höhe von ca. 27 cm.
Die Bemalung entfaltet sich über die gewölbte Wandung des Gefäßes und folgt zugleich ihrer Form. Warme Erdtöne, helle Flächen, dunkle Linien und feine figürliche Zeichen überziehen den Krug wie eine offene Erzählung. Kleine menschliche Gestalten, tierartige Formen, ornamentale Spuren und fließende Farbbahnen erscheinen wie Fragmente einer inneren Landschaft.
Die Bemalung von keramischen Gefäßwänden und Tellern wurde für WIELAND RICHTER zu einer Quelle experimenteller Neugier. Spielerisch zeichnend lebte er Zufälligkeiten aus, nutzte beim Brand entstandene Schattierungen und Nuancen, mischte Engoben und Glasuren. So entstanden Farben, die in seiner Bildwelt auf Papier und Leinwand zunächst nicht vorhanden waren: Erdtöne und Rauchblau, die später auch andere Bildträger besetzten.










