Klar, reduziert und von großer grafischer Spannung geprägt gestaltet ANGELA HAMPEL in „Lilith, Lilith“ eine eindringliche Begegnung zweier weiblicher Figuren. Die signierte und nummerierte Algrafie hat ein Format von 44,5 cm x 50 cm und ist als E.A. ausgewiesen. Eine Jahresangabe ist nicht bekannt.
Die Komposition lebt vom starken Gegensatz zwischen schwarzer Fläche und hellem Papiergrund. Zwei Gesichter treten einander gegenüber: links eine ruhige, fast maskenhafte Figur im Profil, rechts eine größere Gestalt mit scharfem Blick und dunklem Mund. Zwischen ihnen entsteht ein enger, spannungsvoller Bildraum, in dem Nähe, Distanz und Konfrontation zugleich spürbar werden.
Der Titel „Lilith, Lilith“ verweist auf eine mythische Frauenfigur, die häufig mit Eigenständigkeit, Aufbegehren, Verführung und weiblicher Selbstbehauptung verbunden wird. ANGELA HAMPEL greift diesen Resonanzraum nicht erzählerisch ausufernd auf, sondern verdichtet ihn in eine reduzierte, fast emblematische Bildsprache. Die Figuren wirken wie Spiegel, Gegenüber oder zwei Seiten einer inneren Kraft.









