Christiane Latendorf

Biografisches

  • am 12. Dezember 1968 geboren in Anklam
  • 1985 – 1988 Lehre zum Apotheken-Facharbeiter
  • 1988 – 1991 Studium zur Pharmazie-Ingenieurin in Leipzig, sowie ein Abendstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
  • 1992 bis 1997 Hochschule für Bildende Künste (HfBK) mit dem Abschluss als Diplom Malerin und Grafikerin bei Ralf Kerbach

Christiane Latendorf erzählt in ihren Scherenschnitten von ihrem Leben und dem, was ihr täglich geschieht: Das sind Gesichte und Geschichten in einem, Visionen und Offenbarungen, die sie fleißig notiert und als Skizze festhält. Begegnungen mit Menschen aber sind ihr das Interessanteste und Wichtigste, ihr Schicksal, ihr Leben, ihr Leiden. So nimmt sie stark Anteil an allem, was anderen geschieht und ihr selbst, an den geheimen Verbindungen, die das Seelische und Göttliche, aber auch Abgrundige in den Menschen und ihren Beziehungen zueinander ausmacht. Wie ein Seismograf registriert ihre wache und empfindsame Seele jede Regung und Stimmung, jeden falschen aber auch aufrichtigen Ton. Christiane Latendorf nimmt das Leben als Aufgabe, als Widerstehen und Gegenwehr gegen die gleichgültig wirkenden Kräfte der Destruktion und begreift ihre Kunst als ein Mittel, darin sich anderen mitzuteilen und ihnen von der Schönheit des Geistigen und Göttlichen zu berichten, aus ihrem Inneren Schönheit in die Welt zu tragen…

Heinz Weißflog, 18. Februar 2006,
Rede zur Ausstellungseröffnung „Güne Wolke – Blaues Band“