Die Faszination eines Alptraums von der Utopie unserer gläsernen Typenhaftigkeit – Zum Werk von ANGELA GARRY

“Für den, der sich bemüht, seinem Inneren Ausdruck zu verschaffen, ist Kunst etwas Körperliches wie der Fingerabdruck.”

(Gottfried Benn)

Ohne Frage zieht die Technik ANGELA GARRY in ihren Bann, sonst könnte man sich die Lust an deren Darstellung genauso wenig vorstellen wie deren Schrecken. Insbesondere die Medientechnik ist in der Lage, unsere weltweite Kommunikation zu revolutionieren, aber auch unser Denken zu beeinflussen, ja sogar Besitz von uns zu ergreifen. Dass der Mensch Spuren hinterlässt, ist von jeher ein Lebenstraum. Dass er in unsrer Zelt auch ungewollt Spuren nicht nur im richtigen Leben, sondern freiwillig oder unfreiwillig auch im virtuellen Datennetz hinterlässt, kann zum Alptraum werden. GARRY befasst sich seit fast vier Jahrzehnten mit dieser Thematik. Fokussiert auf die Schreib-Maschinerie, entfaltet die Künstlerin mit nüchterner, bisweilen (selbst)ironischer Akrible eine Reihe von Bildserien, welche Mensch, Maschine und Gesellschaft in eins bindet.

“Schreib-Maschinerie” mag kalt, wenn nicht brachial klingen, gemessen an GARRYS fein dosierter Spraytechnik Es würde aber nicht weit genug reichen, wenn hier von der Schreibmaschine die Rede wäre, die tatsächlich zum Basismotiv in diesem Werk gehört. Von hier aus ziehen sich zwei Linien durch das künstlerische Schaffen der Künstlerin, die bereits nach dem Abitur ihr Thema Mensch und Maschine, doch erst nach ihrer Ausbildung bzw. ihrem Studium bei H. K. Schlegel und K. R. H. Sonderborg zu ihrer filigranen Bildsprache fand.

Zum einen koppelte sie das bleierne Typenelement aus der Bildidee der Schreibmaschine heraus, das fortan als Pars pro toto die Welt der Technik als typische Figur vertrat und zugleich wegen seines Erscheinungsbilds auch noch als abstrahierte Kopf-Chiffre fungierte und somit recht menschlich auftrat. Zum anderen war die Type nur der verlängerte Arm der Tastatur, der im Laufe der letzten Jahrzehnte weitgehend überflüssig wurde im Gegensatz zur Tastatur, über die man seit Langem direkt auf den Bildschirm gelangt. Leider trat dabei die Hand-Arbeit in den Hintergrund, das Schreiben als kreativer Akt sowieso, …

Auszug aus dem Vorwort von Günter Baumann

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KünstlerIn

Angela Garry

Jahr

2020

Auflage

k. A.

Seitenzahl

135

Abbildungen & Fotos

95

Format

21 x 26,5 cm

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