Roger Bonnard

Biografisches

  • 1947 geboren in Rouen/Frankreich
  • 1970 Übersiedlung in die DDR;
    Tätigkeit als Schlosser, Dreher und Dolmetscher
  • 1981-86 Studium der Malerei/Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
  • 1986-87 Meisterschüler an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
  • 1991 Gründungsmitglied der Gruppe „Vierter Fall“ (Ost-West-Künstlervereinigung mit Sitz in Nürnberg)
  • freischaffend in Dresden, Weimar und Sainte-Maure/Frankreich

… Bonnard ist von einer wahrhaftigen, ungekünstelten Farbpoesie beseelt und beileibe kein spekulativer Eklektiker. Farbe ist ein virtuos gehandhabtes Ausdrucksmittel, das sich in der Dreieinigkeit von Wissen, sensibler Erlebnisfähigkeit und Können realisiert.
Diese Harmonie wird erlebbar im Wechselspiel von warmen und kalten, fliehenden und ins Auge springenden Farbtönen.
In schwebender Balance gehalten, entsteht dabei ein abstrakt-figuratives Bildgefüge eines „noch nicht“ oder „nicht mehr“, in dessen Farbschmelz diffizile Erfahrungsmomente des Künstlers einfließen…
Das vordergründig erkennbare, wahrnehmbare Realitätsrelikt hat er immer mehr zurückgedrängt, bis es zum Vorwand autonomen Farbgeschehens geworden ist.
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Karin Weber,
Laudatio zur Eröffnung einer Ausstellung