Andreas Dress „STEINZEIT“ Lithografien 1976-1998

2016 zeigte die Galerie Mitte erstmalig seine frühen Holz- und Linolschnitte, einem experimentellen „Intermezzo“ in seinem Schaffen, für das es, nach der Entstehung, keine öffentliche Wände gab. Nun folgen die Lithografien (1976-1998). Die schwarze Magie des Druckens zieht sich durch sein Gesamtwerk. Er ist ein Spezialist und schreckt vor keiner noch so aufwendigen Kombinationstechnik zurück.

Am 6.Oktober 19:30 Uhr ist die Eröffnung eben jener neuen Ausstellung „STEINZEIT – Lithografien 1976-1998“ mit dem Fokus vorwiegend auf Lithografien und Drucken hier in der Galerie Mitte. Nicht nur Kunstinteressierte sind dazu herzlichst willkommen!

Andreas Dress (Jg. 1943) nimmt als Maler und Grafiker eine originäre Stellung in der deutschen Gegenwartskunst ein. Wie kein anderer hat er den „Taumel im Diesseits“ in seinem künstlerischen Werk beschrieben und aus dem traditionellen Totentanz einen Lebenstanz entwickelt. Er ist ein Besessener, der alle bildnerischen Möglichkeiten für sich experimentell auslotete. Er beschäftigte sich mit Holzschnitt, Radierung, Lithografie, Serigrafie, drehte 8mm Filme, denen Phasen freier Zeichnung zugrunde lagen. Er realisierte zahlreiche Rauminstallationen und Künstlerbücher. Tafelbilder und die verschiedensten Techniken der künstlerischen Druckgrafik durchdringen sich in seinem Werk.

1943 in Berlin geboren, verlebte er seine Kindheit in Sebnitz und seine Jugend in Bethel bei Bielefeld, von wo aus er Fahrten nach Dänemark, Großbritannien, der Schweiz, Frankreich und Spanien unternahm. Er lernte den Westen also schon vor dem Fall des Eisernen Vorhangs kennen und sah umso klarer gesellschaftliche Verwerfungen, die Scheinheiligkeit ideologischer Selbstgerechtigkeit. Von 1969 bis 1974 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei Prof. Horlbeck.